Stall- und Hofordnung

  1. Tierschutz und artgerechte Haltung stehen bei uns an erster Stelle. So ist der respektvolle Umgang mit jedem Tier auf dem Hofgelände die oberste Pflicht eines jeden Eigentümers oder Besuchers.
  2. Rücksicht, Höflichkeit und Ehrlichkeit im Umgang mit anderen Eigentümern und deren Tieren ist für einen reibungslosen Ablauf absolut unabdingbar − Streitigkeiten werden nach Möglichkeit durch klärende Gespräche im Keim erstickt. Schlichtung, falls gar nicht anders möglich, durch den Betreiber.
  3. Die Einrichtung stellt sich als artgerechter Bewegungsstall mit täglichem, kontrolliertem Weidegang dar. Durch die kontrollierte Bewegung der Pferde auf unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten ist ein Hufbeschlag in der Regel überflüssig. Bei eingestellten beschlagenen Pferden ist das langfristige Ziel, den gesundheitlichen Zustand des Tieres ohne Beschlag sicherzustellen. Dies gilt auch und insbesondere bei Pferden mit Erkrankungen im Hufbereich, wie z.B. Hufrehe.
  4. Der Aufenthalt auf dem Hofgelände und im Stallgebäude geschieht auf eigene Gefahr. Kinder sind durch deren Begleiter besonders umsichtig zu beaufsichtigen, um Unfälle zu vermeiden.
  5. Unbefugten ist der Zutritt zum Stall untersagt. Als unbefugt gilt, wer weder Pferdeeigentümer oder dessen Begleitung oder Beauftragter eines Eigentümers oder des Beauftragten Begleitung ist.
  6. Das Rauchen ist auf dem gesamten Hofgelände untersagt. Als Ausnahme gilt der freie Platz vor dem Stallgebäude (Parkplatz). Hinterlassenschaften des Nikotinkonsums sind durch den Konsumenten sicher zu entsorgen (keine Kippen im Hof oder in Mülleimern!).
    Der Handel, Besitz oder Konsum von nach derzeitigem Gesetzesstand illegalen Drogen ist auf dem gesamten Hofgelände strikt untersagt.
  7. Hunde sind auf dem Hofgelände grundsätzlich geduldet, müssen aber an der Leine geführt werden, sofern nach Ermessen des Hundehalters eine Gefahr von dem frei laufenden Hund ausgehen kann.
  8. Entstehender Müll ist korrekt getrennt in die bereitgestellten Eimer zu entsorgen.
  9. Durch Putzen und Pflege des Pferdes entstehende Verschmutzungen sind umgehend zu beseitigen. Dies gilt auch für Tierhaare.
  10. Reitutensilien, Sättel u. anderes Zubehör ist bei Nichtgebrauch stets ordentlich an dem zugewiesenen Ort (Sattelkammer) zu verwahren. Ausleihen fremder Gegenstände bedarf in jedem Fall der Zustimmung des Eigentümers! Dies gilt insbesondere deswegen, weil in unserem überschaubaren Rahmen keine abschließbaren Spinde oder Schränke Verwendung finden und daher die Ehrlichkeit eines jeden Eigentümers oder Besuchers besonders wichtig ist.
    Eigentümer haben bei besonders wertvollen Gegenständen selbst Sicherungsmaßnahmen gegen Entwendung oder Benutzung durch Dritte zu treffen oder diese Gegenstände nicht unbeaufsichtigt in der Sattelkammer zu belassen (z.B. Handy, Kamera usw.).
    Der Betreiber haftet nicht für entwendete oder beschädigte Gegenstände.
  11. Bei durch Eigentümer oder Besucher entdeckten Beschädigungen an der Einrichtung des Stalles oder des Hofgeländes ist der Betreiber umgehend in Kenntnis zu setzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Schaden durch den Eigentümer bzw. dessen Tier verursacht wurde, oder nicht. (Es passiert immer 'mal etwas, und bei uns werden deswegen keine Köpfe rollen!)
    Insbesondere ist eine schnelle Weitergabe der Information erforderlich, wenn eine Verletzungsgefahr oder ein erhöhtes Unfallrisiko von der Beschädigung ausgeht.
    Dieser Punkt gilt natürlich auch bei der Feststellung einer Verletzung oder Erkrankung eines Tieres, wobei hier, jedoch ausschließlich bei Nichterreichbarkeit des Betreibers oder des Eigentümers des verletzten oder erkrankten Tieres der Feststellende nach eigenem Ermessen einen Tierarzt kontaktieren sollte.
  12. Das Reiterstübchen − sofern es denn irgendwann fertiggestellt ist − dient als Treffpunkt und Besprechungsraum für Eigentümer und Besucher. Es ist stets in sauberem und ordentlichem Zustand zu verlassen. Mitgebrache Speisen und Getränke können natürlich ohne Einschränkung hierin verzehrt werden.
    Eine Bewirtung findet nicht statt.
    Sollte es jemand sauberer verlassen, als er es vorgefunden hat, so wird dies nicht als negativ angesehen ;~).
    Die Toilette ist ebenso zu behandeln.
Grundsätzlich gilt:
Diese Ordnung ist eine Orientierung für korrektes Miteinander, und keine amtliche Anordnung. Selbstverständlich wird nicht immer alles wie geplant laufen, und selbstverständlich bleiben Menschlichkeit und Spaß am Umgang mit dem Tier stets vordergründig. Jeder, der etwas zu sagen hat, soll dies bitte immer dann tun, wenn er es für angemessen hält. Versteckte Unzufriedenheiten wollen wir hier genauso wenig wie bürokratisches Regelwerk, aber überall, wo mehrere Menschen aufeinander treffen, wird es auch Reibungspunkte geben, die wir für jeden so gering wie irgend möglich gestalten wollen.



Hauprechts, 25.07.2009    Elfriede Schindele, Betreiberin





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